Philosophische Gedanken zur Welt. Blasphemisches vom Feinsten.
 



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Die Zukunft des Buchhandels

Welche Zukunft ist dem Buchhandel beschieden? Es gilt, um die Bedeutung dieses Handwerks, die Bedeutung des Buches, die ihm in unserer heutigen Welt beigemessen wird, zu ergründen.
Im Angesicht des Kapitalismus und der wachsenden Globalisierung verliert das Buch, so scheint es, zunehmend an Bedeutung. Die Gewichtung unserer Gesellschaft verlagert sich mehr und mehr zur Mobilität hin, zum Konsum, bedingt durch die übermäßige Fülle des Angebots. Was zählt, sind schnelle Informationen, ein breites Angebot, die bereits genannte Fülle dessen und ein stetiger Wechsel, der jedoch weniger stetig ist, als variierend, schnell, fast hektisch und, wie es ein Werbefachmann einer Weltfirma ausdrücken würde, pulsierend. Impulsiv. In dieser Informationswirtschaft sind Medien besonders gefragt, nicht umsonst erlebt das Internet Hochkonjunktur. So gilt es zu vergleichen, zwischen dem Buch und den restlichen Medien. Das Fernsehen verändert sich, das Programm ist variabel, fast flexibel, da es sich auch auf die Bedürfnisse des Zuschauers einstellt. Allerdings erlebt es dadurch auch eine Gleichstellung, da sich die Sender inhaltlich näher kommen. Doch zum Einen ist das dem Proletariat relativ egal, zum Zweiten kann der Zuschauer konsumieren und hat doch das Gefühl, durch ein Fenster zur Welt zu schauen. Dass das Internet prosperiert, wurde bereits angesprochen, wird auch zunehmend Schauplatz politischer Kämpfe, wenngleich eher untergründiger, zudem ist es womöglich eine Feste der Meinungsfreiheit, da es vollkommen unkontrollierbar ist. Dadurch erweitern sich fortwährend die Inhalte , die dem Konsumenten, als auch jenem, der keiner sein möchte, ein Medium bieten.

Das Buch jedoch ist nicht derart aktuell, derart flexibel. Es bedarf der Zeit, es zu schreiben, der Zeit, es zu drucken und zu verkaufen. Des weiteren ist ein gedrucktes Buch nicht mehr zu ändern, es ist starr. Hinzu kommt, dass ein Buch nicht zu konsumieren ist. Ein Buch zu lesen ist jederzeit eigene, geistige Produktion. Man wird gefordert, aber man lernt auch mehr, man entwickelt sich. Das Buch ist der Generator des Intellekts, der Motor des Intellektuellen. Auch in einer elitären Gesellschaft existiert eben jene intellektuelle Elite, welche dem Buchhandel ein Auskommen beschert.

Der Buchhändler ist also nicht, ich betone es erneut, nicht, wie der Große Rest der Händler, Verkäufer, Prostituierte des willenlosen Proletariats; Gerade, weil ein Konflikt zwischen Leser und Buch besteht, weil es die Wechselwirkung ist, die dem Buch seinen Wert verleiht, ist der Buchhändler eine der höchsten Instanzen der geistigen Bildung. Selbstverständlich gilt es, zu differenzieren. Ein Buchhändler, der opportun im Massenwind dreht, wird wohl der erfolgreichste sein, der reichste. Doch dem Buchhändler obliegt Verantwortung über die abstrakte Bildung. Vorbei sind die Zeiten der alten Griechen, des Sokrates, der auf die Schrift verzichtete, der das Gespräch suchte. Die Gesellschaft ist vereinsamt. Was kooperiert und interagiert, sind Wesen in der Isolation. Jeder für sich, isoliert von der Welt, verschwindet jegliche Bedeutung der Kommunikation und Interaktion. So ist es kaum noch möglich sich auf zwischenmenschlicher Basis zu bilden. Zu dieser Abstraktion ist das Buch von Nöten, nichts erreicht einen Grad der Abstraktion eines Buches. Das ist der Grund des Anspruchs eines Buches.

Der einzige wirkliche Aufgabenbereich eines guten, eines, so weit von uns möglich, objektiv betrachteten guten, ist der Erhalt des freien Geistes. Diese Verantwortung, Aufgabe, relativiert und egalisiert sämtliche gesellschaftliche Normen, auch den benötigten Abschluss. Zum Teil ist es gerade so, dass jene freien, aufnahmefähigen, freien Geister unterdrückt werden, und deswegen keinen derart hohen Abschluss erhalten. Jeder Freigeist, jeder mit einem Funken Widerstandkraft und –wille ist fähig, Buchhändler zu werden. Er muss nur selbst diese Welt des Buches, der Geistesentwicklung entdeckt haben und fördern. Er sollte sich bewusst sein, dass der Verdienst, gerade bei Erfüllung der Verantwortung, nicht seine materiellen Träume erfüllen wird. Hingegen seine geistigen, höheren umso mehr, Buchhandel ist mehr als vieles andere, eine Chance sich von den Zwängen des Materialismus zu lösen.

So ist es kaum verwunderlich, dass der Aufstieg nicht beruflich, sondern gedanklich erfolgt. So will ich denn mein Plädoyer beschließen, indem ich warne. Ich warne, meine allerliebste Welt, vor dem Verkümmern des Geistes, davor, dass Der Buchhandel tatsächlich die letzte Festung der Freiheit wird. Freiheit als Einsicht in die Notwendigkeit wird mehr und mehr zum Standard; die kapitalistische Welt glaubt den Pseudokommunismus der Sowjetunion und des Ostblocks besiegt zu haben, nicht merkend, dass ein weitaus größerer Schrecken die Erde überzieht und -ziehen soll. Die Illusion, man habe Kommunismus geschaffen, war vielleicht die schlimmste aller Ursachen der kapitalistischen Globalisierung.

Besinne! Bewahre deine Ideale! Bewahre die Freiheit! Bewahre die Vernunft! Bewahre die Leidenschaft! Halte fest! Halte fest an dir selbst!! Erkenne dich selbst! Befreie dich!
6.6.06 00:26


Kommunion

Eines der größten Mysterien des Christentums, bzw. Katholizismus, ist die Kommunion.
Das wahrhaft faszinierende, erstaunliche, sonderbar anmutende ist nämlich die Hostie.
Zuerst wird in der Bibel wieder und wieder gesagt, dass man sich keine Götzen machen solle.
Was machen die Katholiken?
Sie backen sich einen Haufen Oblaten, nennen ihn Hostie, behaupten, es sei der Leib Christi und beten sie an. Wenn nun der angeblich einzige Gott mit einem Stück Brot gleichgesetzt wird, was sollen wir daraus schließen? Gott ist dumm wie Brot?
Und weitergehend: Wenn Jesus in allen Broten steckt, sind sie ja gar nicht mehr vegetarisch, dann werden die Katholiken ja mit Tiermehl gefüttert, bzw. Menschenmehl.
Was war mit Jesus? War er so übergewichtig, dass sein Leib für alle reicht? Scheinbar.

Ich entdecke hier gerade etwas sehr interessantes. Ich müsste mal die Bibelstelle selbst sehen, denn womöglich ist ja gar nicht von dem Leib Christi, sondern von dem Laib Christi die Rede. Oder es ist nachher gar eine Paronomasie.

Und was ist mit dem Wein? Ich vermute mal, dass die Priester irgendwie ihre Keuschheit kompensieren müssen, vermutlich durch Alkohol. Wieso sonst sollte es genau Wein sein? Wieso nicht Wasser, der Ursprung des Lebens?

Ich mache hiermit einen Vorschlag an die Buddhisten:
Kauft einfach einige Tonnen Gummibärchen von Haribo auf. Nun, ihr habt zwar keinen Messias, doch habt ihr nicht auch ein Art oberstes Gesetz? Natürlich, das Nirwana. Wie ihr alle wisst, sind Gummibärchen der Leib des Nirwanas. Sie sind heilig, sie werden euch helfen, ins Nirwana zu gelangen. So esst vor jeder Meditation ein Gummibärchen und alles wird sich zum Guten fügen.

Die Kirche scheint mir nicht ganz koscher...
5.6.06 21:26


Erstkommunion

Es begann mit dem Einzug der Kommunionkinder, von denen ich mir vorher noch überlegt hatte, ob sie nicht vielleicht Kommunisten heißen.
Noch vor dem ersten Sprechspiel, wurde die Kinder vereidigt.

Wollt ihr an die Dreieinigkeit des Gottes als Vater, Sohn und Heiliger Geist glauben und an Jesus als SOhn Gottes? (Ungefähre Wiedergabe)

Ich bedauere es sehr, dass alle eintönig, -stimmig mit Ja geantwortet haben, denn wirklich schön wäre es gewesen, wenn einer im Monthy Phyton-Stil noch die Hand in die Luft gereckt und laut "Ich nicht!" gerufen hätte.
Doch so wurde gleich fortgefahren mit der Einheit unter Gott, zu der ich in einem weiteren Eintrag noch kommen werde.

Ein lustiges Sprechspiel begann also, in dem die Kinder die Farben des Regenbogen darstellten. DIe Farben streiten sich, weil jede die Beste sein möchte. Doch dann regnet es und die Farben kuscheln sich zusammen und Gott spricht und alle haben sich lieb.

Das klingt bis hierher sehr langweilig, was unvermeidbar ist, da ich die Tatsachen nicht verfälschen möchte. Doch jetzt kommt eine etwas lustigere Aussage, bzw. Situation.

Priester: Für Gott sind alle gleich wert. Auch die Bundeskanzlerin oder der Direktor ist vor Gott genausoviel wert.

Kommunionkind: [irgendein beruf]

Priester: ja, auch der. Denk doch mal an die Arche Noah. Wen nahm Noah mit auf die Arche?

Kommunionkind: Alle!

Priester: Genau. Noah nahm alle Tiere mit. Weil Gott uns alle liebt.


An der Stelle muss ich doch mal eine kleine Lektion in Sachen Bibel einwerfen. Wenn wir uns mal erinnern, wurde die Welt nur überflutet, weil Gott die Scnauze von den pösen Menschen voll hatte. Und wenn wir weiter überlegen, kamen absolut nicht alle Menschen auf die Arche und alle Tiere, sondern von jeder Rasse nur zwei. Wieso nur zwei, wenn doch alle gleichviel wert sind? Offene Fragen.

Aber ich will eben zuende machen, bin nämlich müde.

Zur Kommunion allgemein komme ich morgen noch.

Drum will ich nur noch ebenm den Einfallsreichtum der Christen loben, die nämlich 4 Lieder mit folgendem Text haben:
Halleluja, Halleluja, Halleluja.
Und eins mit dem selben Inhalt, nur 5mal so lang.
Außerdem eiin Lied:
Amen, Amen, Amen, Amen
und eins:
Amen, Herr ich glaube.

Kommunion ist der langweiligste Scheiß überhaupt.

Aber das muss ja relativ betrachtet werden: Das sage ich nur, weil ich sonst nie in die Kirche gehe.
8.5.06 21:18


Homo loquax

Sprache verändert sich.
Die Sprache soll dem Menschen dienen, nicht der Mensch der Sprache.

Diese Aussagen sind die wahrsten überhaupt.

Tod den Reaktionären!!!
Tod den Sprachpuritanern!!!

Der Fortschritt ist unaufhaltbar, denn der Mensch ist nur dem Menschen treu. Oh Mensch, du größter aller Götter, Weisester der Weisen. Dein ist das Reich und die Macht und die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Amen. Und nicht nur, dass es geschehe, es ist bereits geschehen und wird auch weiterhin geschehen.
Der Mensch ist sein eigener Gott, er selbst hat mehr geschaffen, als irgend anderes. Er schuf Gott und so schuf er die Sprache, in der Backstube der Ideen, die selbst die Quelle alles Lebens, jeder Idee, deren Name aus dem eignen Teig geschaffen, ein Schloss des Menschen ist, ein Fundament der Entwicklung, die Kreativität.

So heiz' ich als Bäcker, Idee des Schöpfers, Motor meiner selbst, den Ofen an, um zu backen, lasse meine Augen gleiten, den geübten Blick erfassen, was in den Teig der Idee gehört, nur das erwähl ich, dessen ich sichersein kann, dass es mein Geschmack eben so, wie er ist, auserlesen wird, sodass es mich beglücke.

"Hier sitz ich, forme Menschen"

Doch beizeiten backe ich still für mich hin, will nur den Hunger stillen, imponieren muss ich keinem, ich selbst bin mir genug. Auf Opfersteuern und Gebetshauch will ich heut verzichten, Kunst kommt von Können, das wohnt mir inne, wie könnt es da nicht gelingen, zu schaffen was ich ständig schaffe.

So schaff ich Sätze, backe sie gut durch, mit Papier umwickelt schick ich ich gleich weiter, um damit zu imponieren. Weh! Zu imponieren gar nicht meine Absicht war, so griff ich ins Regal hinein, ohne zu schaun, ich vertraute mir und meinen Künsten, doch schuf ich nicht Kunst, es gleicht mehr Müll. Und dort stehend, die Augen öffnend, zu diesem und jenem, triffts mich von hinten, schlägt voll Hass auf mich. Es ist die Ruine, die ich schuf, und die zu backen nicht vergessen ich erhoffte, ohne zu bemerken, die Augen auf den Glanz gerichtet, dass die Sprach zu backen, ihr Innerstes zerstört.

Ich rief: So haltet ein, oh Schöpfung, mein! Doch diese, voller Zorn und Hass, fuhr fort, mit ganzer Kraft, îch sprach:lass!, doch ist es eines geschafft, so ist es nicht mehr zu vernichten, weder aufzuhalten, noch zu richten oder auszuschalten. Doch, halt! Ist es nicht die Sprache, diese Manifestation der Flexibilität? Ich kann sie formen, wie ich will, ich kann verändern, ganz spontan, so besann ich mich der Zauberkraft, heilger Magie des Geistes, dessen Schmiede zu verteidigen es galt.

So krochen Worte des Bannes aus meinem Munde, aus der Idee des Mundes und mit gleichförmigen Bewegungen umschlangen sie den Träger des Unheils, dichtes Gewebe sollte ihn hindern, weiter zu sein, was es war. Doch es rollte weiter und weiter, der Schatten bedrohte mich, der Auslöser dessen drohte, mich zu zerquetschen. Alle Müh war vergebens, ich hatte keine Wahl, und sie war dazu die eigene.
Ich verspeise den Satz, er schmeckt salzig, ja versalzen, die Form entspricht nicht dem Standard, nicht meiner Vorstellung. Er ist unförmig. Ich spüre, wie die Zerstörung, die endgültige Vernichtung meiner Schöpfung mich in meinem Herzen trifft und in meinem Magen, hier durch den Satz selbst. Eben noch behauptete ich: Der Satz ist unzerstörbar. Er existiert auch fort, und findet seine endgültige Bestimmung dort, wo ihn sein Schicksal hinführen sollte. Er zeigt seine wahre Form, sein wahre Wesen.

Die Fäkalie der Kreativität.

Oh, Schöpfer, Krea, -tivität,
was hast du angerichtet?!

Weißt du denn nicht, wie man schafft und schaffen fortzufahren hat? Weißt du denn nicht, wie es zu schaffen und geschafft zu werden hat?

Weißt du denn nicht, dass dies, dein Werk, dein Spiegel, deine Zukunft ist?

So höre denn, was ich dir zu berichten habe, so höre denn, auf dass du nicht gezwungen seit, dein eigner Kannibal zu sein,
dich selber zu verzehren, deinen Geist Verdammung überreichen, es ist nur eines, was zu sagen ich dir habe, doch dieses sollst erkennen du, dass nur mit diesem du kannst schaffen, was zu schaffen du gedachtest, bevor zu schaffen du und das Unheil begann.

Erfüllt Weisheit meine Worte? Du wirst sprechen, wirst mir sagen, sollst Spiegel meiner Worte sein, schaffst du doch, selbige zu schaffen, erfüllt, von deinem Geist, der das Höchste ist, was du besitzen kannst, denn dieser bist du selbst. Dein eigner Schöpfer bist du, warst gewesen, dich selbst du inspirierst. Bist deine Muse, Mutter Gaia, Bist Uranos, bist Kronos und bist Zeus, bist Prometheus, bist auch Eros, bist das Chaos, das den Anfang stellt. Du bist alles, was du hast, hast dich du nicht, hast nichts, hast du dich jedoch, so hast du alle Macht, die der Mensch sich geben kann, steigts auf zum mächtigsten der Götter, erhebst dich fortwährend über dich, und bist, was du zu sein gedenkst, sobald du's bist. Die Idee.

Die oberste der Ideen, die oberste deiner selbst. Du bist der Quell deiner selbst, und folglich aller, die du schaffst, und schaffst fortwährend, dich und dein. Und wirst du eins ruhen, im Reich der Verschiedenen, der Künstler des Seienden, vergangen sie selbst, deren Ruhm jedoch weilt, unter den Lebenden; So wird auch alles, was von dir geschaffen, dem Mensch ein Mahnmal sein, ein Ansporn zu höheren taten, zur Tat um der Sache willen, zur Kreativität, zur Kunst der Idee, der Kunst aller Künste, zur Idee der Kunst dieser.

Dies wird dein Vermächtnis sein, uns Lebenden.

Mutig bist du, Herrliche.
Herrlich du bist, Mutiger.

So soll sich deine Seele, wie der Körper mit der Erde, mit dem Geist unserer vermählen, er soll im Sein verbleiben, auf dass du niemals von uns scheidest, auf dass du niemals geschieden wirst, und auf dass wir niemals geschieden werden.

So höre meiner Worte, es sind derer viele nicht; richte mich und deine Gedanken nach der Idee.

Es ist dem Menschen gleich, was zu schaffen er vermag, es ist gleich, was er schafft. Nichts ist Bedeutung beizumessen, dies allem teilt der Lauf der Dinge keine Rolle zu. Bevor du sprichst, du hinter- und fragst, wie es nun sei und sein könne, dass gar nichts einen Wert, dass auf alles zu verzichten, jedweder Sinn im Grab längst liege, so lass mich meinen Worten folgendes Ende beifügen: Allein das Schaffen selbst, der Wille ist, der Bedeutung mächtig ist.

Denn jede Schöpfung ist ein Kunstwerk, jedes schaffen höchste Kunst, alles, was des Menschen ist, alles, was sich dein eigen nennen mag, weil du es so geschaffen hast, dass es sich zu nennen weiß, das ist Kunst der höchsten Art.

Denn Kunst wird sich gleich und selbst durch deine Seele. Du bist es, was Kunst der Welt gibt. Und nicht allein, ein jeder, der die Kunst erkennt, die du geschaffen, ist auch ein Künstler dieser. Doch hast du nicht selbst geschaffen, kannst du auch schlecht der Künstler sein, du hast denn Sinn bewusst nicht beigefügt, so sollst auch unfähig sein, zu entdecken. Willst du schaffe, willst du schöpfen. willst deine Seele mehren, teilen, so schaffe und wirf deinen Vorrat nicht dem Vergängnis vor die Füße. Ein wenig Acht beim schaffen und alles, was du nur willst, soll werden, was du wolltest, da du schaffst.

So lasse starre Formen, dass es nicht mehr zu ändern ist, nimm den Teig allein, den du voll Kunst und Können schön geschaffen, dessen du dir bewusst bist, da in allem deine Seel enthalten, und wirf ihn zu mir, ich fange ihn auf und werde sehen, was deine Schöpfung mit mir macht, wie sie mich fesselt, flüstert, wie ihr Eigenleben von mir Besitz ergreift; dann werde diesen Satz, mir greifen, werde formen, werde kosten, füge meinen eignen Teil hinzu. So werden wir gemeinsam schaffen und ein jeder unser kann gewiss ein, dass Kunst geschaffen, einem jeden unserer diese verwirklicht ist.

So halten gemeinsam wir die Idee in Händen, die Idee deiner, die Idee meiner, und die Symbiose, Synthese, Seele beider, gar wundersam verschmolzen und der Idee der Idee gerecht, ein Werk der Idee der Kreativität, deins.

So endet die Rede, die Stille fasst den ganzen Ort, bevor die Kreativität beginnt, das eine und das andere zu nehmen, mit leichtem Schwung vermischt, es knetet, formt, Gestalt ver- und es schafft. Daraufhin tritt sie vor mich und reicht mir diese Masse, die sich sogleich um mich herum zu schlängeln wagt.

Deine Worte sind nicht weise, sie sind keine höherer Art. Sie ergänzen sich, sie formen, doch wo soll Weisheit sein? Du sprachst, ich soll dein Spiegel sein, dir sagen ob sie Weisheit gleichen. Doch was du sprichst, spricht zwar die Wahrheit, doch ist es der Grund des jeden. Es ist der Anfang, es ist Alpha, A und Fundament. Wer sollte ohne das Beschriebene zu schaffen in der Lage sein? Doch Weisheit war es nicht, wessen ich bedurfte, ich, der nicht zu schaffen in der Lage war, wie hätte ich erkennen sollen, was meiner eignen Schöpfung bedarf? Deine Worte, deine Wahrheit sind es, was mich selbst mir gab, meine eigene Idee. Nur durch dieses Wissen kann ich andres schaffen, erst wenn ich selbst geschafft, so kann ich Schöpfer sein. Ich hielt mich selbst für weise, für Meister und Genie. Ja, mann mag es glauben kaum, gar für einen Schöpfer hielt ich mich. Doch nun erkenn ich, dass ich der einzge war, der meine Narrenkappe nicht erkannte. Nun will ich sie mit Stolz wohl tragen, will der Narren andrer sein, doch tragen nicht nur Narrenkappe, von Zipfelmütz' bis Krone soll es alles sein. Denn nun erkenne ich, was ich erst erkennen konnte, nachdem ich selbst mich erkannt hatte, nun begreife ich und gebe weiter:

Erkenne dich selbst.

Mit Mühe schnappe ich nach geistger Luft, bevor ich die Idee ergreife. Meine Augen leuchten, die Tränen spiegeln die Sonne, die durch das Fenster diese Stube hell erleuchtet, die nun ihren Glanz verbreitet, der herrlicher nicht sein könnte.

Du lebst und deiner selbst gewährst du zu leben, wie auch mir. So ergreife ich, was du mir dargeboten, so fühle ich, was du geschaffen. Dieses ist des Ruhmes würdig, dies ist der Sitz der Wahrheit. Wir sind nicht mehr, was wir einst waren. Du schleiftest mich mit, du zogest mich hinauf, in die Höhen der Ideen. Hier darf ich nun blicken auf unser Werk, hier darf ich es bewundern. Hier darf ich mich rühmen und vor allem dich. Erst hier bin ich wahrhaft Mensch. Erst hier kann ich das spröde Abbild hinter mir zurücklassen und dir folgen, erst hier bin ich. Erst hier ist die Idee.

Wie ich.
1.5.06 10:03


Homo loquens

Ach, wäre es nur so einfach, dass die Menschen die Sprache derart verehren würden, dass sie als Instrument noch lebendig bleibt, das sie vom Menschen benutzt werden kann und doch noch erhalten bleibt, ja gar eine neue Stufe der Kunst erreicht.

Doch dem ist nicht so. Der Mensch ist sein eigener Schlächter. Unbarmherzig ignoriert er die Tatsache, dass auf weil eben nicht ein Hauptsaz folgt, er verbiegt und verkrüppelt die Sprache mit brachialer Gewalt. Ohne Respekt gegenüber einer der größten Leistungen des Menschen holt er seine Keule der Ignoranz und Gleichgültigkeit hervor, um damit um sich zu schlagen. Er hört das Blut der Sprache nicht tropfen und sieht die Sprachfetzen nicht.

Er half, die Sprache zu schaffen. Er machte sie flexibel. Unsere Sprache kann sich auf jedwede Situation einstellen. Schon allein der Gebrauch des denn würde ausreichen, um dieses gemarterte Glied wieder einzurenken. Doch statt es einzurenken, begibt man sich daran, es abzuhacken.

Oh, meine Seele, was tut man dir an?! Äonen habe ich verbracht, dich zu schaffen, in dich floss mein Geist, meine Kreativität, meine Liebe. Meine Gedanken, mein Wissen, meine Wahrheit. In dich allein floss meine Seele, in dir spiegelte sie sich, in dir manifestierte sie sich. Doch nun ziehen sich bereits die ersten Sprünge durch den Spiegel.

Was ist aus dir geworden? Du bist mein Denken. Wie soll ich denken, ohne dich. Wie ein Kleinkind bin ich, dass geführt werden muss. Du lenkst meine Schritte, gibst Formen, setzt Normen. Und dich, der du mein Führer meiner selbst bist, schuf ich einst und fahre fort zu schaffen, so wie ich stets zu schaffen fortgefahren habe und es auch ewig tun werde. Mich selbst schuf ich so, hiefte mich aus den Abgründen der Unkenntnis hinauf in die Sphären eines Menschen. Eins Menschen mit Sprache.

Hier stehe ich nun und nährer mich fort und fort selbst; mein eigner Quell bin ich und ergötze mich an meiner Größe. Doch in diesem unvorsichtigen Moment des Stolzes, unachtsam geworden dank meiner Weisheit, wie einst der alte Salomo, spüre ich Qual im Innersten des Wesens.

Was ist dies Pein? Dies Schmerz? Ist es schon der Aufschlag nach dem Einbrechen meiner Stütze, meines Helfers, meines Führers? Nein, es ist die Fäule, die sich unaufhaltsam frisst, durch meine Werke, mein einzig Werk, das zu rühmen es wert wäre! Sie frisst mich selbst und hilflos lieg ich darnieder, gefangen von der Pracht vergangener Tage.

Sollte dies mein Ende sein? Soll dies mein Ende sein? Im Abgrund, dem zu entfliehen ich versuchte, dem zu entfliehen mir gelang? Oder soll voll Qual ich ziellos durch das Finstern laufen, suchend nach mir selbst, zerfressen vom gesuchten?

Nein!!! Ich will noch nicht! Nicht jetzt! Nicht so! Oh größtes Wunderwerk des Göttlichen, oh Heimat der Welten Seele, der Seele jedes meiner Teile, ich flehe, ich verlange, stirb nicht, du darfs es nicht. So verweile doch, verweile, für einen Augenblick von dir will ich meine Ewigkeit dem Tod zu Füßen legen!

Was bin ich ohne dich? Ein leerer Fleck im Universum. Mich drängts nach mehr, nach Macht, nach Ruhm, Verwirklichung. Wie soll ich selbst mich retten? Nur ein Mensch ich bin. Mein Geist ist klein, mein Mut verschwunden. Einst war ich mächtig, nun bin ich schwach. Ich opfer Göttern, Herrschern und Silizium, doch wem zolle ich nicht den Tribut, der ihm gebührt, den er zum Überleben braucht, der einzige, der wahrhaftig zu retten mich vermag?

Der Sprache, dem Göttlichen, dem Allumfassenden, mir selbst.

Sirbt der Mensch, so stirbt die Sprache. Doch stirbt die Sprache, so wird nie mehr es etwas geben, was sich Mensch noch nennen mag. Oder kann.

Der Sprache
16.3.06 22:07


Homo compositus

7 Regeln über Atheisten

1. Ausnahmslos und vollständig alle Atheisten sind
Kommunisten.

2. Die Atheisten haben an allen Naturkatastrophen
Schuld, weil sie gegen Gott gesündigt haben.

3. Die Atheisten haben generell an Allem Schuld,
weil sie gegen Gott gesündigt haben.

4. Alle Atheisten sind Schläger.

5. Alle Atheisten sind Ketzer.

6. Alle Atheisten sind doof.

Und ganz besonders wichtig:

7. Alle Atheisten sind Nazis.
16.3.06 19:42


Homo grammaticus

Kapitel 1: Zu den kausalen Nebensätzen:

Jedem deutschsprechenden Menschen sollte der kausale Nebensatz ein Begriff sin, zumindest aber sollte er ihn beherrschen. Mal eben eine kleine Lektion in Sachen kausaler Nebensatz:

Ich gehe zur Arbeit, weil ich das Geld dringend benötige.

Ein Nebensatz primitivster Art, ohne weitere Nebensätze. Erst Subjekt oder Objekt, dann Subjekt oder Objekt, dann Adverb und dann Verb. Bei Hilfsverben und Passiv verändert sich dies noch ein wenig, aber meistens hat es diese Form.
Nun, was gut 90% der Masse in gut 80% aller Fälle sagt:

Ich gehe zur Arbeit, weil ich benötige das Geld dringend.

Nein. Hauptsatz.

Meistens wird gerne noch ein Nebensatz oder gar eine ganze Nebensatzschachtelung eingeschoben. Dann fällt der Fehler nicht so sehr auf.

Sprachsünder!!!

Sogar der seltsame Typ bei der größten Deutschstunde in Köln benutzte gleich im ersten Satz diese Konstruktion. Das geht nicht.

Und Ausreden sind vollkommen fehl am Platze. Denn es gibt nicht nur dieses feine Wörtchen, das ich am Satzanfang benutzte, sondern wie bereits gesagt auch die Möglichkeit korrekt Deutsch zu sprechen. Das Wörtchen Denn wird sowieso vernachlässigt.

So nicht, meine Freunde; auch nicht, wenn manche Schüler dazulernen, dass es nicht nach Aldi sondern zum Aldi heißt.

Ich sehe schon, es ist noch ein weiter Weg für Bildungswüste Deutschland...

PS: Witzig wars ja, wenn auch nicht gerade nett, das in den Tagesthemen zu zeigen.
15.3.06 17:42


Was ist Wahrheit?

Was ist die Wahrheit?

Es gibt exakt eine Sache, die wahrer ist, als die Wissenschaft und das ist eine Grundfeste der Wissenschaft. Die Logik. Der Mensch hat die Wahrnehmung und den Verstand. Gefühl hat er auch, ist aber nichts, was ihm irgendwie zu Erkenntnis, Wahrheit helfen würde. Alles, was darüber hinaus geht ist ür uns unfassbar und undurchführbar, weil es die Ebene des Menschen übersteigt und somit vollkommen irrelevant.

Wir können also festhalten: Sämtliche sichere (ich nenne sie fortan primär) Wahrheit ist ein logischer Schluss. Jede sekundäre Wahrheit ist etwas Wahrgenommenes. Ein aus Wahrnehmung resultierender logischer Schluss ist dann die tertiäre Wahrheit.

Nun ist Logik absolut. Bezeichnen wir Logik als nicht absolut, ist eben diese Aussage auch nicht absolut und somit verliert sie die zuvor gemachte Aussage. Sämtliche Wahrheit geht verloren, was bleibt ist eine Tautologie. Und nicht einmal von ihr ist auszugehen, wenn die Logik nicht absolut ist.

Folglich muss die Logik als absolut angesehen werden.

Daraus folgt die absolute Wahrheit der primären Wahrheit.

Nun sagt aber die Logik:

Aus nichts entsteht nichts.

Wenn aber etwas wahrgenommen wird, so muss es sein. Wenn einem erscheint, dass er wahrnimmt, es dieses, was er denkt wahrzunehmen, aber nicht gibt, so ist trotzdem das Bild, der Gedanke dieses Gegenstandes existent, woraus folgt, dass auch er auf etwas beruht, was ebenfalls existent ist. Daraus schließt sich:

Alles was wahrgenommen wird, existiert. Es ist nicht notwendig, dass es in der Form existiert, in der es wahrgenommen wird.

Somit wissen wir zumindest, das alles wahrgenommene existiert. Also beruht die sekundäre Wahrheit auf tatsächlich existenten Gegenständen, wenngleich nicht versichert ist, dass sie so sind, wie wir sie wahrnehmen.

Die tertiäre Wahrheit setzt sich nun zusammen aus der primären und sekundären. Die primäre Wahrheit ist absolut. Die sekundäre liefert Informationen von existenten Gegenständen und derer Manifestation. Die Logik kann also das Wahrgenommene überprüfen und sie somit in die Logik eingliedern. Sie kann den tatsächlichen Wahrheitsgehalt der sekundären Wahrheit bestimmen, sie kann das Wahrgenommene in Verbindung setzen, sodass ein System entsteht, das eine potentielle Wahrheit ist. Diese wird von der Logik verwendet, um der absoluten Wahrheit näher zu kommen. Des weiteren nützt sie, so weit primär und sekundär erfassbar, dem Menschen. Auf jeden Fall beruht sie auf tatsächlichen Grundlagen, Glauben hingegen beruht auf, nun ja Glauben, ist also weder logisch, noch wahrgenommen oder sonst etwas, also de facto an sich unsinnig, was bedeutet, das die Schlange gut daran getan hat, der Frau, diejenige, die sich nicht opportunistisch unterworfen hat, die Wahrheit über die Erkenntnis zu sagen, die Göttlichkeit. So kommt es, dass wir Menschen nun selber Götter sind und gar so mächtig, das wir selber Götter zu schaffen in der Lage sind.
13.3.06 22:25


Wissen - Unwissen

Der Artikel beinhaltet nähere Erläuterungen zum Bösen und Guten.

Kein Mensch würde bewusst Böses tun, da Böses nur schadet und kein Mensch sich selber schaden will.
Frage: Meinst du, Hitler hielt es für böse, Juden zu ermorden?
Ich denke nicht. Seine Gedanken waren: Juden sind böse, also bin ich gut, wenn ich Juden töten lasse.
Frage: War es gut, die Juden töten zu lassen, also gut im Sinne von nützlich?
Nein.
War es klug, nützlich, den zweiten Weltkrieg zu beginnen?
Nein.
Was meinst du, dachte Hitler?
Hitler hielt es für gut, den Krieg zu beginnen, dahinter dem Krieg schließlich ein (für ihn) positives Ziel stand, die Erschaffung eines deutschen Weltreiches.
Kein Mensch tut bewusst Böses. Außer, hinter dem Bösen steht ein gutes Ziel, das dem Bösen überwiegt.
Natürlich, das gebe ich zu, steht das in Widerspruch zu meinem lieben Sokrates, allerdings hat er, muss ich zu seiner Verteidigung sagen, nie behauptet, dass es wirklich solche Menschen gibt.
Böses geschieht nur aus Unwissenheit, damit ist Unwissenheit die erste Ursache des Bösen und das Grundböse, das Böseste des Bösen.
Ich schreibe erste Ursache, doch vielleicht gibt es ja noch andere Ursachen, die noch tiefer liegen oder andere Ursachen, die ebenfalls von Bedeutung sind, dass Böses verübt wird. Ich beginne mit ersterem.
Woraus entsteht Unwissen? Nein, erstmal, was ist Unwissen? Der Mangel an Wissen, bzw. noch radikaler: Die Abwesenheit von Wissen. Was ist Wissen? Das Wörterbuch sagt Kenntnisse über etwas und Kenntnisse über etwas ist Wissen, also eine Tautologie.
Was ist Wissen? Ich erinnere mich gerade, dass auch diese Thema von Sokrates schon behandelt wurde und die erste Definition von Wissen war Wahrnehmung. Das finde ich gar nicht mal so schlecht. Wie sollte ich wissen können, wenn ich nichts wahrnehme? Auch das Wahrnehmen meines Denkens ist ja Wahrnehmung, sodass ich auf nichts folgern könnte. Doch was ist, wenn ich mir die Uhr anschaue und dann die Augen schließe? Kenne ich dann die Zeit? Ja, obwohl ich nicht wahrnehme. Und wüsste ich, wie spät es ist, wenn ich die Uhr nicht lesen könnte? Auch nicht, folglich definiere ich Wissen in meinem Unwissen einfach mal so:
Wissen ist die Verknüpfung von konservierten Wahrnehmungen.
Das scheint mir ausreichend für die Untersuchung, also frage ich nun nach den Ursachen für Wissen, bzw. Unwissen.
Für Wissen sind erforderlich:
-Wahrnehmungen
-Konservation
-Verknüpfung

Diese unterteile ich wiederum:

-Wahrnehmungen
-Fähigkeit der Wahrnehmung
-Willen zur Wahrnehmung
-Möglichkeit zum Erhalt, bzw der Konservation
-Möglichkeit der Konservation; Gedächtnis oder Papier, etc.
-Willen zur Konservation
-Verknüpfung
-Willen zur Verknüpfung
-Fähigkeit zur Verknüpfung
Damit haben wir 6 Vorraussetzungen, die gegeben sein müssen, um zu wissen.
Ist also mindestens einer der Voraussetzungen nicht erfüllt, ist das Resultat als Unwissen zu bezeichnen, bzw. als unvollständiges Wissen, welches dem Unwissen gleich zu setzen ist.
Es gibt also unverschuldetes Böses, das entsteht durch einen Mangel an Fähigkeit, z.B. geistig behinderte, die nicht richtig verknüpfen oder auch wahrnehmen können, die unwissend sind und Böses tun. Um genauer zu sein, ist es reiner Zufall, ob sie gutes oder Böses tun, da sie nicht wissen, was gut, nicht wissen, was böse ist. Diese Personen sind nicht zu bestrafen, da eine Strafe ihre Fähigkeit nicht bessert und sie keine Schuld tragen.
Anders verhält es sich mit denen, die bewusst unwissend sind, also auch bewusst böse, nur dass sie das nicht erkennen. Sie wollen nicht wahrnehmen, behalten oder kombinieren, z.B. Hitler, der den Nutzen der Juden, den verlorenen Krieg, den Unsinn des Krieges überhaupt und den Weg in den Abgrund nicht begreifen wollte. Weil er den Willen zu einem der drei Dinge nicht besaß. Somit ist er schuldig zu sprechen und zu bestrafen.
Anders verhält es sich womöglich, wenn ihm seine Eltern Unkenntnis eingebleut haben und daraus mangelnder Willen oder mangelnde Verknüpfungsfähigkeit resultiert. Dies wäre wieder ein unverschuldeter Fähigkeitenmangel.
Das ist zum Unwissen, doch nun zu der zweiten, eben gestellten Frage: Gibt es andere Ursachen unabhängig vom Unwissen?
Ja.
Um Böses zu tun, benötigt man:
-Wille, etwas Gutes zu tun
-Unwissen
-Fähigkeit, Böses zu tun
Der Wille ist also auch hier wieder entscheidend, dass Hitler keinen Willen hatte, zu Wissen, aber trotzdem die Welt verändern wollte, war fatal, also wäre ihm sein Willen noch anzulasten.
Die Fähigkeit Böses zu tun ist natürlich das Wichtigste, aber die besitzt eigentlich jeder, daher lasse ich es mal aus, das Hitler als Schuld anzuhängen.

Dem Menschen ist die Freiheit gegeben, zu denken. Er kann zwischen Gut und Böse unterscheiden, bzw. hat Vorstellungen von Gut und Böse. Doch damit lastet auf ihm auch Verantwortung. Man nehme an, der Mensch habe eine Intelligenzschwelle überschritten, dass er einen freien Willen hat und das Tier nicht. Beide sind in der Lage, unwissend zu sein, doch entscheidet sich das Tier nicht, unwissend zu sein, weshalb es, wenn es Böses tut, keine Verantwortung dafür zu übernehmen hat, da ihm die Fähigkeit des Wollens fehlt.
Der Mensch hat diese Fähigkeit. Also ist er, wenn in Besitz aller notwendigen Fähigkeiten, in der Lage, Wissen zu wollen oder nicht, somit trägt der Mensch die Schuld an dem Bösen, dass er tut. Dummheit ist, obwohl ich es verwendet habe ja nicht das alleinige Böse, sondern ein möglicher Teilaspekt. Auch der Willen ist von Nöten. Also macht auch der Intelligente, der arrogant und ignorant ist, Böses.
Nur hat der Intelligente noch die Wahl zwischen Gut und Böse. Er sieht es nur nicht unbedingt.

Ergänzungen:

Zu Sokrates: Jemand, der zwischen Gut und Böse unterscheiden kann, tut nichts Böses.. Doch daher ist das wohl anders zu interpretieren. Denn wer kann zwischen Gut und Böse unterscheiden? Der Mensch. Er denkt in Kategorien wie Gut und Böse. Das heißt, die Fähigkeiten sind gegeben. Somit kann man ihn durch Bestrafung zum richtigen Willen erziehen, sodass er Gutes tun kann, während das jener, der Gut und Böse nicht kennt, nicht kann.
Also ist dieser in gewisser Hinsicht besser.

Mit Unwissen meine ich den Mangel an dem Bewusstsein, was wahr ist.
Also nicht fehlendes Wissen jetzt in dem Sinne, sondern vielmehr falsches Wissen. Aus bestimmten Gründen entsteht Unwissen, worauf dann die weiteren Entscheidungen beruhen. Somit liegt ihnen ein falscher Grund zugrunde. Des Weiteren würde kein Mensch etwas tun, was er für falsch hält.
Das wollen des Unwissens ist etwas, was nicht bewusst geschieht. Nehmen wir Hitler wieder: Die Juden haben Deutschland geholfen, waren ja unter anderem intellektuelle Elite, etc., etc..
Doch das wollte Hitler einfach nicht wahrnehmen. Er hat nicht gesagt: Ich sehe nicht hin, er hat es einfach übersehen, weil er es nicht sehen wollte.
13.3.06 22:24


Über Gut und Böse

Was ist gut, was ist böse?

Definition: Gut ist, was nützt.

Wem nützt es denn?
Dazu meine Gedanken:

Jeder Mensch ist egoistisch. Er muss es schon aus evolutionärer Sicht sein, denn wenn er es nicht wäre, würde er übervorteilt und ausgenutzt werden, würde somit seinen Konkurrenten einen Vorteil verschaffen und selber keinen haben. Das führt zum Aussterben.
Auch wenn man einem Obdachlosen Geld spendet: Man tut es, um sein Gewissen zu beruhigen, oder weil man sich irgendeinen Vorteil davon verspricht, z.B. Einkehr in den Himmel, PR, oder eine Gegenleistung des Bettlers.
Des weiteren nehme ich an, dass jeder Mensch, zumindest die breite Masse in gewissem Maße intelligent ist, schließlich sind wir alle Menschen. Nehmen wir nun an, jeder kümmerte sich nur um sich: welchen Vorteil hätte der Einzelne?
Er müsste sich nicht um andere kümmern und somit keine unnötige Arbeit verschwenden. Aber er wäre gefährdet von den Anderen. Wenn er hingegen gemeinsame Sache macht, also mit dem Rest der Welt im Team arbeitet, hat er diesen Rest besser unter Kontrolle und profitiert von gemeinsamen effektiveren Arbeiten und daraus resultierenden Leistungen. Somit ist theoretisch jeder egoistische Mensch altruistisch. Und jeder altruistische Mensch ist gut. Da aber jeder Mensch egoistisch ist, ist auch jeder Mensch gut.
Folglich bin ich ein guter Mensch!

Aber Hitler und Stalin wären in diesem Falle auch gute Menschen...

Und außerdem: Wer wäre dann böse?

Ich definiere böse einfach negativ:
Das Böse ist das Gegenteil von dem Guten.
Und da das Gute ist, was nützt, so muss das Böse sein, was schadet.

Aber was schadet? Wie ich bereits vorhin zeigte, ist alles, was egoistisch ist, nützlich, jedem. Aber was ist, wenn die handelnde Person nicht erkennt, was nützt? Nehmen wir einen Politiker als Beispiel, der seine Macht erhalten will. Wenn er nicht tut, was das Volk will, dann wird er abgesetzt, was schlecht für ihn ist.
Wenn er aber denkt, das Volk bräuchte Braunkohle für die Energie, dabei regt es sich enorm über zerstörte Landschaften und Landschaftsbilder auf, über globale Erwärmung und Verschwendung der Ressourcen, dann schadet er sich selbst, dadurch, dass er anderen schadet. Wer also anderen schadet, schadet sich selbst und wer sich selbst schadet, schadet anderen. Und die Ursache des Schadens ist Unwissenheit, bzw. mangelnde Erkenntnisähigkeit, also Dummheit.
Somit ist sind die Personen böse, die mindestens einer dieser beiden Eigenschaften besitzen. An der Stelle hole ich mir noch ein wenig Hilfe von meinem alten Kumpan Sokrates, in einem seiner Dialoge (ich weiß jetzt nicht welcher) zeigt er, dass jemand besser sei, der bewusst Böses tue, als jemand, der es unbewusst tut, da der dies bewusst Machende über das Wissen von Gut und Böse besitzt, also in der Lage ist, Gutes zu tun und es zu verhindern, Böses zu tun, der Andere hingegen nicht.
Da es aber dumm von Hitler war Juden töten zu lassen, da er damit Deutschlands Elite auslöschte (sorry, das ich jetzt so gefühllos schreibe). Also war Hitler böse.

Eine zweite Theorie wäre, dass es weder gut noch böse gibt. Mir sind beide recht.
13.3.06 22:24


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